20 Jahre, 100 Wunder

Der Corso feierte seinen 20. Geburtstag, bis zum Veranstaltungsende heute rechnen die Veranstalter des Corso Leopold e.V. mit rund 300.000 BesucherInnen

Die Mühe hat sich gelohnt, und München dankte. Für das ambitionierte Programm mit nie gesehenen Highlights, den pünktlichen Veranstaltungsbeginn nach nur 4 Stunden Aufbauzeit und eine perfekt organisierten Ablauf. Das Münchner Jugendorchester hatte schon am Samstagnachmittag seinen großen Auftritt, als es mit dem europäischen Beatbox-Weltmeister „Robeat“ eine unvergessliche Aufführung vor tausenden begeisterten Zuhörern gab. Die Aufführung der “Konzertsinfonie für Human Beatbox und Orchester mit anschließender Solo-Performance und Robeat unter der Leitung von Chefdirigent Henri Bonamy geriet zu einem angemessenen Geburtstagsgeschenk für den Corso und alle Corsaren. Intendant Mark Mast und der Vorsitzendes des Corso Leopold e.V., Ekkehard Pascoe, gaben noch auf der Bühne bekannt, dass da künftig eine spannende Partnerschaft bevorsteht.

Für alle Beteiligten aufregend war das Projekt von Guerilla Lighting “Schwabing belichtet”. Eine Schar von Lichtkünstlern zog durch “unbelichtete” Orte Altschwabings, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit darauf zu richten. Zutage kam an der letzten Station der Aktion, dem wunderschön verträumten Nicolaiplatz, dass kaum jemand bisher den Platz betreten hatte. Aus gutem Grund, wie sich erst nachher herausstellte: Am den Füßen klebte zertretener Hundekot, der sich, weil unbemerkt, zäh in die Umgebung verteilte. Davon wird man auf den Bildern, die aus der Aktion entstanden, zum Glück nichts sehen.

Ein Novum war der Kreis der Religionen. Benjamin David, Projektleiter des Corso, versah den Platz mit einer Krone aus Girlanden, um den Religionen ein gemeinsames luftiges Dach zu geben. Am Sonntag stellten sich Vertreter von Islam und Christen der Diskussion: Wie können Kirchen Nachwuchs gewinnen? Wie stellt man sich der Herausforderung der Globalisierung? Wir stellt sich friedlicher Glaube in der Welt dar? Derweil fand man die andere Projektleiterin Ulrike Bührlen gewohnt gelassen im wuselnden Corso-Zelt umgeben von dutzenden HelferInnen, die wie immer halfen das große Fest auch logistisch in den Griff zu bekommen.

Natürlich lag es auch am typischen Corso-Wetter, dass die Geburtstagsfeier ein solcher Publikumserfolg wurde. Aber der Erfolg hat viele Väter. Nicht zuletzt die vielen MünchnerInnen, die aufmerksam und interessiert auch schwerer Kost folgten, sich aber gerne durch die dicht besetzten Wirtsgärten drängelten, um sich letzte Plätze zu sichern. Denn es war sehr voll. Welch eine Nacht!

Sonntag 17.5.2015, 16.00 Uhr: Am Corso-Empfang – Versteigerung zu Gunsten REFUDOCS e.V.

Die Fotos von der Guerilla-Lighting-Aktion am Vorabend wurden beim Corso-Empfang mit Bürgermeister Josef Schmid, dem BA-Vorsitzendem Werner Lederer-Piloty, Ron Williams, Dr. Michael Osang, Michael Skasa, Wolfgang Roucka und Brigitta Rambeck zugunsten des Vereins “REFUDOCS e.V. – Verein zur medizinischen Versorgung von Flüchtlingen, Asylsuchenden und deren Kindern“ versteigert. 100% der Versteigerungserlöse kommen dem Verein für seine tolle Arbeit in der Bayernkaserne zu. Pressevertreter sind zum Empfang herzlich eingeladen – u.A.w.g an b.david@corso-leopold.de.

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Der vor der Schließung bedrohte Musikclub Podium mit starken, farbigen Handscheinwerfern in neuem Licht | Foto: Guerrilla Lighting

Münchner Jugendorchester mit Robeat auf dem Sommerfestival | Foto: Bayerische Philharmonie

Münchner Jugendorchester mit Robeat auf dem Sommerfestival | Foto: Bayerische Philharmonie

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